Anteilssplitt Magellan C

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Anteilssplitt Magellan C  im Verhältnis 1:100

Anteilssplitt Magellan CDie französische Fondsgesellschaft Comgest S.A. teilt in diesen Tagen den Anlegern des Fonds Magellan C mit, dass zum 01.07.2013 folgende Änderungen den Fonds betreffend vorgenommen werden:

  • Fondsanteile werden im Verhältnis 1:100 gesplittet.
  • Eine Mindestanlagesumme wird aufgehoben.

Durch den Anteilssplitt Magellan C besitzt jeder der z.B. 10 Anteile in seinem Fondsdepot hat, ab dem 01.07.13 genau 1.000 Anteile (10 x 100). Der Gesamtwert seiner Anteile in Euro am Magellan C verändert sich dabei nicht, da der Kurs je Anteil durch 100 dividiert wird.

Beispiel:

Ein Anleger besitzt im Depot genau 10 Anteile am Magellan C.

Am 10.06.13 betrug der Kurs je Anteil (Börse Frankfurt) € 1.579,59.

Vor dem Splitt beträgt der Gesamtwert seiner 10 Anteile am 10.06.13: 10 x € 1.579,59 = € 15.795,90.

Bei unverändertem Kurs am 01.07.13, würde ein Anteil durch den Fondssplit kosten: € 15,7959.

Nach dem Anteilssplitt errechnet sich der Gesamtwert wie folgt: 1.000 x € 15,7959 = € 15.795,90.

Warum werden Fondsanteile gesplittet ?

Bereits am 14.04.99 gab es einen Anteilssplitt Magellan C im Verhältnis 1:10 gesplittet. Ein Fondssplit wird immer dann durchgeführt, wenn der Fondsmanager den Fonds auch für Kleinanleger interessant und sinnvoll machen bzw. halten möchte. (siehe dazu auch „Anteilssplitt bei Carmignac“) Durch hohe Anteilspreise wirkt der Fonds optisch teuer und weniger liquide. Objektiv betrachtet macht es überhaupt keinen Unterschied, da die Wertentwicklung des Fonds in keiner Weise vom Anteilspreis abhängig ist.

Sind hohe Anteilspreise nachteilig für Investoren ?

Angebliche Nachteile von hohen Anteilspreisen durch Rundungsdifferenzen sind ein verbreiteter Irrglauben. Ein Fondskurs wird meist mit 2 bis 3 Nachkommastellen angezeigt. Tatsächlich werden die Nettoinventarwerte aber meist mit mehr Nachkommastellen berechnet. So ist uns von der Augsburger Aktienbank (AAB) bekannt, dass dort intern mit 5-Nachkommstellen gerechnet wird. Kurse werden aber – gerundet – nur mit 2 bzw. 3 Stellen ausgewiesen. Selbst bei Fondskursen im 4-stelligen Bereich – von denen es nur wenige gibt –  sind negative Rundungsdifferenzen zu vernachlässigen.

Finanzblog Fondsbewertung

Wir nutzen die Meldung, um uns einmal den bekannten Schwellenländerfonds Magellan C genauer anzusehen.

Stammdaten – Magellan C

  • WKN: 577954
  • Gesellschaft: Comgest S.A. (Frankreich)
  • Fondssektor: Aktienfonds All Cap Emerging Markets
  • Fondsmanager: Vincent Strauss, Wojciech Stanislawski
  • Auflage: 24.04.88
  • Volumen: 439,77 Mill. Euro
  • AA: 3,25 %
  • Lfd. Gesamtkosten: 2,03 %
  • Risikoklasse: 4
  • Ertragsverwendung: thesaurierend
  • Volatilität (3 J.): 12,25 %
  • Performance 2012: 10,67 %
  • Performance 5 J.: 9,52 %
  • Performance seit Auflage: 372,14 %

Der Fonds investiert in Wachstumsunternehmen von Schwellenländern in Lateinamerika, Südostasien, Afrika und Europa. Anlageschwerpunkte sind aktuell China, Brasilien, Indien, Russland und Südkorea. Aufgrund der soliden Wachstumsaussichten und der lukrativen Märkte ist der Fonds zu rund 97% investiert. Er hält demnach 3% Cash.

Magellan C oder First State Global Emerging Markets A ?

Der Magellan C gehört zu den TOP-10 des Fondssektors. Trotz seiner langjährig geringen Volatilität für einen Emerging Markets Fonds ist er im direkten Vergleich in den letzten Jahren zurück gefallen. Wenn auch das Fondsmanagement mit Strauss und Stanislawski ein erfahrenes Team besitzt, so gefällt dem Autor der ähnlich aufgestellte Fonds First State Global Emerging Markets Fund A besser. Wenn auch die Schwankungsbreite der Kurse im 3-Jahreszeitraum mit 12,34 und 12,25 ähnlich niedrig sind, so zeigt der First State Fonds ein deutlich besseres Verhältnis der Performance zum eingegangenen Risiko (Sharpe Ratio: 3,58 zu 1,0) an. Die längste Verlustperiode dauerte mit 3 Monaten, für beide Fonds gleich kurz.

Vergleich Magellan C vs. First State Gl. Em. Markets A

Anteilssplitt Magellan C

Stammdaten – First State Global Emerging Markets

  • WKN: 728156
  • Gesellschaft: First State Investments (Großbritannien)
  • Fondssektor: Aktienfonds All Cap Emerging Markets
  • Fondsmanager: Jonathan Asante, Glen Finegan
  • Auflage: 30.12.92
  • Volumen: 796 Mill.GBP
  • AA: 4 %
  • Lfd. Gesamtkosten: 1,88 %
  • Risikoklasse: 4
  • Ertragsverwendung: thesaurierend
  • Volatilität (3 J.): 12,34 %
  • Performance 2012: 24,4 %
  • Performance 5 J.: 10,86 %
  • Performance seit Auflage: 482,46 % (in Euro)

Der Fonds strebt nach langfristigem Kapitalwachstum und investiert weltweit in Aktien der aufstrebenden Wirtschaftsregionen und in Werte, die zwar an Börsen von Industrienationen gelistet sind, deren Hauptgeschäftsfelder jedoch in Schwellenländern zu finden sind.  Neben den üblichen Emerging Markets wird auch in Werte aus Indien, Taiwan und Südkorea investiert. Aktuell hält der Fonds 5,6 % Cash.

Fazit:

Wer von der anhaltenden positiven Entwicklung der Schwellenländer überzeugt ist, kommt an einem guten Schwellenländer-Fonds nicht vorbei. In einzelne Regionen-Fonds zu investieren ist riskant und sollte nur mit einem kleinen Teil des Kapitals (max. 5-10%) getätigt werden. Die breite Mischung der Schwellenländerfonds reduziert das Risiko erheblich, wie an der geringen Volatilität der beiden vorgestellten Fonds zu erkennen ist.

Wir würden aktuell eher den First State Global Emerging Markets empfehlen. Wer den Magellan C in seinem Depot hat, sollte einen Tausch in den Konkurrenten in Erwägung ziehen oder zumindest Aufstockungen in den Sektor Schwellenländer in den First State Fonds lenken. Damit wäre das Investment auch bei Änderungen im Managementstil des einen oder des anderen Fonds gut diversifiziert.

Foto: Börse+Gerd Altmann / pixelio.de

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