Bitcoin – Anlegen oder Zocken?

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Bitcoin – Anlegen oder Zocken?

Noch immer sind der Bitcoin und seine Ableger ein Thema. In den Medien und auch in meinem Kundenkreis. Ich werde auch nach meinem Artikel vom 30.05.18 „Kryptowährungen – Zukunft oder Tulpenzwiebeln?“  immer wieder von Kunden gefragt, was ich von Bitcoins und anderen Kryptowährungen halte und ob es sich nicht lohnen würde, wenigstens kleine Beträge zu investieren.

„Kryptowährungen sind keine Kapitalanlage!“

Noch immer ist die Antwort darauf deutlich: Kryptowährungen sind keine Kapitalanlage. Bei Aktien oder Aktienfonds z.B.  investieren Sie Ihr Geld in Unternehmen, die einen echten inneren Wert besitzen und  Waren oder Dienstleistungen herstellen oder anbieten. Deren Preise kann man bewerten. Kryptowährungen (kurz: Kryptos) sind künstlich geschaffene Werteinheiten. Die Feststellung eines Wertes beruht hauptsächlich auf die Erwartung zukünftiger Nachfrage und der Preise, die dafür bezahlt werden. So kann man übrigens „Spekulation“ sehr gut umschreiben.

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Möchte man sein Geld in Bitcoins & Co. anlegen , sollte man sich darüber klar sein, dass man spekuliert oder eben zockt. Wenn es denn unbedingt sein muss und man es sich leisten kann, seinen Einsatz im schlimmsten Fall komplett zu verlieren, dann empfehle ich, dieses nur mit Kleingeld zu tun, sozusagen mit Spielgeld, dessen Verlust nicht die gesamte Lebensplanung über den Haufen wirft.

Hohe Preisschwankungen in Kryptos sind die Regel

Wie stark die Preisschwankungen im Bitcoin sind, zeigt der Chart vom 01.06.18 bis zum 25.11.19.

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Nach meinem Artikel vom 30.05.18 war der Kurs weiter bis auf $ 3.252 gefallen. Innerhalb der nächsten 6 Monate stieg er wieder auf  € 12.635, um dann in nur 4 Monaten bis zum 25.11.19 wieder bis ca. auf $ 7.200 zu fallen.  Die Kursbewegungen sind dabei nicht vorhersehbar. Es gibt häufig keinerlei Gründe dafür. Grundlegende Informationen über Kryptos sind spärlich, meist nur oberflächlich und häufig nur auf Plattformen zu finden, bei denen Bitcoin & Co. das eigentliche Geschäftsmodel sind. Diese Plattformen verdienen Ihr Geld überwiegend mit Werbung und s.g. Affiliatelinks zu Handelsplattformen und ähnlichem. Bei Klick auf diese Links erhalten die Affiliates eine Provision, wenn der Nutzer auf der Zielseite des Links ein Geschäft abgeschlossen hat. Daran ist an sich nichts Verwerfliches. Immerhin ist jeder Mensch selbst für seine Entscheidungen verantwortlich. Wer sich ausreichend informiert und weiß, was er tut, findet eine ausreichend große Anzahl von Möglichkeiten, um Kryptos zu kaufen oder mit ihnen zu zocken.

Handel mit Bitcoin & Co. – worauf sollte man achten?

Zu allererst braucht man eine seriöse Plattform, auf der der Handel mit Kryptos möglichst einfach ist. Für den schnellen Zocker bietet es sich an, nicht in den physischen Besitz von Bitcoins zu kommen, sondern nur verbriefte Rechte an den Kyptos zu erwerben. Also ein Zertifikat (CFD), mit dem man sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen kann.

Wer auf den tatsächlichen Besitz der Kryptos Wert legt, sollte darauf achten, diese auch tatsächlich in seiner Brieftasche zu haben. Da Bitcoin & Co. keine echten Scheine oder Münzen sind, benötigt man für den persönlichen Besitz eine virtueller Brieftasche (Wallet). Selbstverständlich müssen die Handelsplattformen die Abwicklung und Übertragung in das persönliche Wallet auch anbieten.

Wer in Bitcoin anlegen  möchte, findet auf Google eine Reihe guter Vergleichsportale, welche die Vor- und Nachteile der jeweiligen Handelsplattformen übersichtlich auflisten. Auch sind dort häufig gute Anleitungen zu finden, wie der physische Kauf und Verkauf mit den Coins funktioniert und welche Art von Wallet Sinn macht. Wer auf CDF´s setzen möchte, benötigt andere Bewertungsmaßstäbe und wird auf den Vergleichsportalen ebenso fündig. Auch die Risikohinweise – vor allem für den Handel mit den hochspekulativen CDF´s – halte ich für gut und ausreichend. 

Was beim Handel mit Kryptowährungen zu bedenken ist

Ob sich Bitcoins oder andere Kryptos letztendlich am Markt durchsetzen, hängt vor allem von der Akzeptanz der Regierungen und Banken ab. Die Frage ist, ob sich Regierungen und Banken die Kontrolle über Handelswährungen einfach so nehmen lassen. Immerhin ist das Wesen der Blockchain (als „algorithmische“ Basis der Kryptowährungen) eine dezentrale, nicht manipulierbare Datenbank, die nur innerhalb eines Netzwerks von Sendern und Empfängern der Währungseinheiten funktioniert. Es gibt inzwischen Staaten (z.B. Deutschland, Schweiz, Japan, USA u.a.), die versuchen über die Anerkennung der Kryptos als Rechnungseinheiten oder Zahlungsmittel, wenigstens so etwas Ähnliches wie Kontrolle zu erhalten. Sicherlich spielt für diese Staaten auch der Gedanke mit, damit auch eine Besteuerung von Kryptos zu ermöglichen. Noch gibt es jedoch keine offizielle Anerkennung der Kryptos als Geld im klassischen Sinne. Die Schöpfung (und damit auch die Kontrolle) von Geld obliegt immer der Zentralbank eines Landes.

Fazit

Wie bei jeder Investition von Geld halte ich meinen Wahlspruch hoch:

„Investiere nur in das, was Du verstehst. Dann bist Du vor Überraschungen gefeit!“

Da ich nicht zu denen gehöre, welche die Blockchain und die Schöpfung von Bitcoin & Co. sowie den gesamten Bereich rund um Handel und Abwicklung von Zahlungen mit Kryptos ausreichend gut verstehen, würde ich selbst nicht einen Euro in Kryptos investieren. Nicht mal zum Zocken!

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Über Frank Rindermann 259 Artikel
Frank Rindermann - Ihr Versicherungsmakler in Karlsruhe - ist seit 1991 in der Finanzdienstleistung tätig. 2001 gründete er "FRF Finanzmakler", um als unabhängiger Versicherungsmakler für seine Kunden tätig zu sein. Heute betreut er Privatpersonen, Selbständige und Gewerbe-Kunden mit ihrem gesamten Vertragsuniversum an Versicherungs- und Finanzprodukten. Seine Spezialbereiche sind die Altersvorsorge, die Absicherung von Erwerbseinkommen, die private Krankenversicherung und die Kapitalbildung mit kundenspezifischen Investmentfonds Depots.

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