Grunderwerbsteuer 2015 – NRW erhöht auf 6,5%

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Grunderwerbsteuer 2015 – Griff in die Taschen der Grundbesitzer

Der Kauf von Grundstücken und Wohneigentum wird in Deutschland nach dem Grunderwerbssteuergesetz (GrEStG) mit der Grunderwerbsteuer belegt. Die Grunderwerbsteuer ist eine Landessteuer und fließt somit in die Haushaltskassen der jeweiligen Bundesländer. Basis zur Berechnung der Grunderwerbsteuer ist der beurkundete Verkaufspreis im Kaufvertrag.

Nordrhein-Westfalen erhöht 2015 auf 6,5%

Im Jahr 2011 wurde in vielen Bundesländern die Grunderwerbsteuer von 3,5 % auf 5 % erhöht. In Nordrhein-Westfalen wird die Grunderwerbsteuer 2015 noch einmal von zuvor 5 % auf dann 6,5 % angehoben. Obwohl noch zum Jahresbeginn 2014 die Landesregierung eine Anhebung der Grunderwerbsteuer ausschloss, bestätigte nun SPD-Fraktionsvorsitzender Norbert Römer, dass diese Maßnahme zur Konsolidierung des Landeshaushalts notwendig sei. Es werde mit Mehreinnahmen von € 400 Mill. p.a. gerechnet, welche die Neuverschuldung reduzieren soll.

Grunderwerbsteuer 2015

Haushaltssanierung auf Kosten der Grundbesitzer

Eigenheimkäufer zahlen in NRW ab 2015 bei Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung bei einem Kaufpreis von € 300.000 zusätzlich eine Grunderwerbsteuer in Höhe von € 19.500. Damit verteuert sich der Erwerb von Wohneigentum in einem nicht unerheblichen Maß.

Nicht nur in NRW gehen die Neubauten von Wohneigentum schon seit einigen Jahren zurück. Die Haushaltssanierung auf Kosten der Eigenheimkäufer führt zu einer Wohnraumverknappung und somit zu steigenden Mieten.

Auch regelmäßige Anhebungen der Grundsteuern durch die Kommunen zeigen die Verlogenheit der politisch Verantwortlichen. Einerseits schreiben sich regelmäßig Landes- und Kommunalpolitiker die Förderung zur Bildung von Wohnungsbau auf die Wahlfahnen. Auf der anderen Seite werden Immobilienbesitzer zur Sanierung der nachlässig geführten Haushaltskassen regelmäßig zur Kasse gebeten. Länder und Kommunen greifen immer dreister und mehrfach in die Taschen ihrer Bürger. Es kann befürchtet werden, dass die Anhebung der Grunderwerbsteuer 2015 nicht die letzte in diesem Jahrzehnt bleiben wird.

Foto: Information-68835+Gerd Altmann / pixabay.de


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Über Frank Rindermann 245 Artikel
Frank Rindermann ist seit 1991 in der Finanzdienstleistung tätig. 2001 gründete er "FRF Finanzmakler", um als unabhängiger Versicherungsmakler für seine Kunden tätig zu sein. Heute betreut er Privatpersonen, Selbständige und Gewerbe-Kunden mit ihrem gesamten Vertragsuniversum an Versicherungs- und Finanzprodukten. Seine Spezialbereiche sind die Altersvorsorge, die Absicherung von Erwerbseinkommen, die private Krankenversicherung und die Kapitalbildung mit kundenspezifischen Investment-Depots.

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