Sparplan in Investmentfonds – wann fange ich damit am besten an

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Sparplan in Investmentfonds

Sparplan in Investmentfonds – wann fange ich damit am besten an?

Nicht jeder kann mit einem größeren Betrag in renditestarke Anlagen wie Investmentfonds beginnen. Mit einem Sparplan in Investmentfonds können schon monatlich kleine Beträge ab € 25 investiert werden. Wer dabei ein paar Dinge weiß und in die Planung eines Fondssparplans einbezieht, kann innerhalb weniger Jahre ansehnliche Kapitalsummen erreichen.

Doch wann fange ich mit einem Sparplan am besten an? Jetzt, da die Börsen deutlich unter ihren Höchstständen liegen? Oder noch warten, bis die Börsen wieder besser stehen? Diese Fragen hören wir häufig von neuen Kunden.

Diese Fragen und worauf noch zu achten ist, beantworten wir in diesem Artikel.

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Der übliche Sparplan in Investmentfonds

Ein Fondsparplans für Kinder oder Erwachsene ist einfach und leicht einzurichten. Bei der klassischen Variante eines Sparplans legt der Sparer eine monatliche Sparrate fest, welche die Depotbank regelmäßig abbucht und in die gewählten Investmentfonds investiert. Je nach Kursentwicklung kauft der Sparer unterschiedlich viele Anteile an den Fonds. Steigen die Kurse der gewählten Investmentfonds, werden dem Depot weniger Anteile gutgeschrieben. Fallen die Kurse, erhält der Sparer mehr Anteile am Fonds. Über die Jahre wird somit ein guter Mischkurs erreicht und vermieden (z.B. wie bei einer größeren einmaligen Investition durchaus möglich), dass man gerade zu Höchstkursen einsteigt.

Ein Fondssparplan ist bequem und übersichtlich. Man kann die Sparraten jederzeit nach oben oder unten anpassen. Auch zeitliche Unterbrechungen sind möglich. Ebenso kann jederzeit über Teile oder über das ganze vorhandene Depot verfügt werden. Es gibt also keine zeitliche Bindung bei einem Sparplan in Investmentfonds.

Das Risiko bei Investmentfonds richtig verstehen

Wenn auch zwischenzeitliche Kursrückgänge für Sparplanbesitzer positiv zu sehen sind (Sie kaufen in dieser Zeit gute Anlagen zu billigen Kursen!), sollte das Risiko bei Investmentanlagen richtig verstanden werden. Dann  schläft der Sparer viel beruhigter, wenn es an den Börsen mal wieder so richtig volatil  zugeht.

Wichtig – wie generell bei Anlagen in Investmentfonds – ist dabei, dass der Sparplan von vorherein für mehrere Jahre geplant und möglichst durchgehalten wird. Auch die Fonds selbst sollten zum eigenen Anlageziel und der eigenen Risikoneigung passen. Wir erarbeiten mit unseren Fondskunden dafür eine eigene Anlagestrategie; ganz gleich, ob schon ein Fondsdepot vorhanden ist, welches wir optimieren und überwachen sollen oder ob es eine ganz neue Fondsanlage oder ein Sparplan sein soll.

Mit einem individuellen Fondsdepot kommen Sie durch jede Krise.

Auf diese Weise sind auch mit einem Sparplan in Investmentfonds überdurchschnittliche Renditen zu erzielen. Aus kleinen monatlichen Sparraten bildet sich über die Jahre ein stattliches Vermögen.

Der richtige Zeitpunkt für einen Fondssparplan

Der Versuch einen optimalen Einstiegszeitpunkt (oder Ausstiegszeitpunkt) zu finden, ist so alt wie die Geschichte der Kapitalanlage selbst. Glauben Sie nicht, was selbsternannte „Investmentgurus“ über das „Timing“ erzählen oder schreiben. Oder glauben Sie daran, dass diese Menschen eine Glaskugel besitzen und die Kurse in der Zukunft sehen können?

Natürlich ist die Frage berechtigt, ob man das Timing nicht wenigstens eingrenzen, dem perfekten Zeitpunkt also ziemlich nahe kommen kann. Wenn die Börsen gerade stärker nach unten gegangen sind, sind die  Kurse billiger, als wenn die Börsen schon eine Weile gestiegen sind. Bekanntlich liegt im Einkauf der Gewinn. Vergessen Sie das mit dem Timingversuch. Den mathematisch optimalen Zeitpunkt fand und findet niemand. Im Rückspiegel liegt man vielleicht einmal ziemlich nahe am Optimum. Der Zufall ist immerhin auch ein Teil der Realität.

Ein Sparplan in Investmentfonds ist antizyklisches Sparen

Der intelligente Anleger handelt immer „antizyklisch“. Er investiert, wenn andere verkaufen. Und er bringt seine Gewinne in Sicherheit, wenn am Ende selbst der letzte Skeptiker und Amateur ihr letztes Geld an der Börse investiert haben. Dann spricht man ein wenig despektierlich von einer Dienstmädchenhausse  an der Börse.

Studien belegen, dass die meisten Anleger typischerweise „zyklisch“ investieren. Sie kaufen immer dann, wenn alle anderen auch kaufen; meist aber viel zu spät. Sobald viele Anleger verkaufen, stößt auch der zyklische Anleger seine Investmentanteile ab. Er springt quasi immer auf den Zug auf, der sich bereits in voller Fahrt befindet. Meist realisiert er dabei gar nicht, dass er nicht nur Geld verliert, sondern langfristig auf hohe Renditen verzichtet.

Ein zyklischer Anleger ist immer auch ein Skeptiker!

Frank Rindermann

Mit einem Sparplan in Investmentfonds umgeht man die Suche nach dem bestmöglichen Einstiegzeitpunkt. Weiterhin kaufen sie regelmäßig, egal zu welchem Kurs. Mal eben günstiger, mal teuer. Eben antizyklisch.

Langfristig ist nur wichtig, überhaupt mit einem Sparplan zu beginnen. Wenn die Kurse günstig erscheinen – wie in der aktuellen Situation an den Börsen der Welt – scheint wenigsten emotional der beste Einstiegszeitpunkt gekommen. Wenn die Kurse bereits weit unten sind, besteht mehr Potential nach oben, als noch unten. Das beruhigt mehr, als bei Höchstständen mit einem Sparplan in Investmentfonds zu beginnen.

Mathematisch gesehen, ist es jedoch völlig gleichgültig, ob sie bei günstigen oder bei hohen Kursen beginnen. Da Börsen unregelmäßig starken Schwankungen (Volatilität) unterworfen sind, werden Sie in einem Sparplan immer wieder mal günstig und teuer einkaufen. Was dabei zuerst kommt, ist dem mathematischen Mischkurs am Ende herzlich egal.

Der Vorteil des Sparers, der bei günstigen Kursen seinen Sparplan beginnt, relativiert  sich gegenüber dem Sparer, der bei deutlich höheren Kursen seinen Sparplan einrichtet, durch die Dauer der jeweiligen Sparpläne. Am Ende ist selbstverständlich auch immer der Zeitpunkt der Depotbewertung oder der Depotauflösung ein entscheidendes Kriterium. Genau kann nicht vorhergesagt werden, wer von beiden am Ende den höheren Depotwert für sich verbuchen kann.

Fazit

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt mit einem Sparplan in Investmentfonds zu beginnen. Für ungeübte Investmentsparer ist es jetzt emotional leichter in diese Form des Sparens einzusteigen, weil die Kurse günstig sind.

Erfahrene Anleger wissen, dass immer der richtige Zeitpunkt für Investmentfonds ist.

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Über Frank Rindermann 256 Artikel
Frank Rindermann - Ihr Versicherungsmakler in Karlsruhe - ist seit 1991 in der Finanzdienstleistung tätig. 2001 gründete er "FRF Finanzmakler", um als unabhängiger Versicherungsmakler für seine Kunden tätig zu sein. Heute betreut er Privatpersonen, Selbständige und Gewerbe-Kunden mit ihrem gesamten Vertragsuniversum an Versicherungs- und Finanzprodukten. Seine Spezialbereiche sind die Altersvorsorge, die Absicherung von Erwerbseinkommen, die private Krankenversicherung und die Kapitalbildung mit kundenspezifischen Investmentfonds Depots.

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