Wechsel in die PKV nicht verschlafen !

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Wechsel in die PKV

Wechsel in die PKV nicht verschlafen !

Wer von der GKV den Wechsel in die PKV vollziehen möchte, muss neue Regelungen beachten, die seit dem 01.08.2013 eingeführt wurden. Nach Einführung des „Notlagentarifes“ durch das „Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung“ wurden auch die Regelungen zur Weiterversicherung in der GKV erneuert.

Vorteile für GKV-Versicherte

Für Personen die in der GKV versichert bleiben wollen, ist die Änderung vorteilhaft, weil eine proaktive Beitrittserklärung nicht mehr erfolgen muss. Damit reduziert sich für die Mitglieder der Krankenkassen der bisherige Aufwand einer ausdrücklichen Mitgliedsbeantragung.

Nachteile bei Wechsel in die PKV

Für Personen, die aus der Versicherungspflicht heraus fallen und sofort in die PKV wechseln möchten,  kann die neue Regelung nachteilig sein.

Seit dem 01.08.2013 gilt:

Eine freiwillige Versicherung in der GKV ist gemäß § 188 Abs. 4 Sozialgesetzbuch V (SGB V) bei Wegfall der Versicherungspflicht obligatorisch, wenn nicht das Mitglied der Krankenkasse innerhalb einer Frist von 2 Wochen den Austritt aus der Krankenkasse erklärt. Der Wechsel in die PKV muss dabei der Krankenkasse schriftlich erklärt und die lückenlose Anschlussversicherung (hier z.B. die PKV) nachgewiesen werden.

§ 188 (SGB V) Beginn der freiwilligen Mitgliedschaft

(4) Für Personen, deren Versicherungspflicht oder Familienversicherung endet, setzt sich die Versicherung mit dem Tag nach dem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht oder mit dem Tag nach dem Ende der Familienversicherung als freiwillige Mitgliedschaft fort, es sei denn, das Mitglied erklärt innerhalb von zwei Wochen nach Hinweis der Krankenkasse über die Austrittsmöglichkeiten seinen Austritt. Der Austritt wird nur wirksam, wenn das Mitglied das Bestehen eines anderweitigen Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall nachweist. Satz 1 gilt nicht für Personen, deren Versicherungspflicht endet, wenn die übrigen Voraussetzungen für eine Familienversicherung erfüllt sind oder …

Nach Ablauf der 2-Wochenfrist kann die freiwillige Mitgliedschaft in der GKV für einen Wechsel in die PKV dann erst wieder mit einer Frist von 2 Monaten (also zum übernächsten Monatsletzten) gekündigt werden.

Wer durch die Überschreitung der JAEG aus der Versicherungspflicht ausscheidet, erhält von der Krankenkasse eine Benachrichtigung über die Status-Änderung und den Hinweis auf die 2-Wochenfrist. Der Austritt sollte sofort erklärt werden, selbst wenn die Annahme der privaten Krankenversicherung noch nicht vorliegt. Bis zur Übersendung des Nachweises der privaten Krankversicherung bleibt der Austritt „schwebend unwirksam“. Im Notfall – z.B. wenn die PKV die Versicherung ablehnt oder ein Risikozuschlag nicht akzeptabel erscheint – bleibt die freiwillige Versicherung in der GKV erhalten, weil die Weiterversicherung nicht nachgewiesen wird.

Foto: Recht+Gerd Altmann / pixabay-com

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Über Frank Rindermann 246 Artikel
Frank Rindermann - Ihr Versicherungsmakler in Karlsruhe - ist seit 1991 in der Finanzdienstleistung tätig. 2001 gründete er "FRF Finanzmakler", um als unabhängiger Versicherungsmakler für seine Kunden tätig zu sein. Heute betreut er Privatpersonen, Selbständige und Gewerbe-Kunden mit ihrem gesamten Vertragsuniversum an Versicherungs- und Finanzprodukten. Seine Spezialbereiche sind die Altersvorsorge, die Absicherung von Erwerbseinkommen, die private Krankenversicherung und die Kapitalbildung mit kundenspezifischen Investmentfonds Depots.

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